Advokatus Diabolie

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[Bearbeiten] Begriff

Die Instanz des Advokatus Diabolie (Anwalt des Teufels) hat sich seit ca. tausend Jahren bei Heiligsprechungen in der katholischen Kirche bewährt. Der Advokatus Diabolie tritt als unabhängiger Bedenkenträger auf und bewahrt damit den Auftraggeber vor Schaden.

Ein Rechtsanwalt schützt in ähnlicher Funktion den Angeklagten gegen den Staat.

[Bearbeiten] Gruppendynamik

Der "Angeklagte" einer Arbeitsgruppe ist immer der Auftraggeber, denn er muss die Rechnungen bezahlen und kann sich gegenüber einer einstimmigen Gruppenmeinung emotional recht schwer durchsetzen.

Gruppenmeinungen entstehen selten durch ausgiebige Diskussionen, sondern werden meist von den Protagonisten vorgegeben. Abweichler werden solange gemobbt, bis sie sich konform verhalten. Fehlentscheidungen sind vorprogrammiert.

Am gefährlichsten sind die sog. erfolgreichen Teams. Hier erreicht die Konformität ungeahnte Höhen und wer will sich schon gegen eine Phalanx von gleichen Meinungen durchsetzen.

Ein unabhängiger Advokatus Diabolie wird den Gruppenterror erkennen und zugunsten des Erkenntnis-Denkens für den Auftraggeber aufbrechen.

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