Haustechnik-Blindkostenverrat-J
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[Bearbeiten] Wie sich Blindkosten verraten
[Bearbeiten] Einführung
Blindkosten verraten sich durch eine Reihe von Indizien, die auch ein fachfremder Beobachter erkennen kann.
Die nachfolgend aufgeführten Indizien gelten für alle Gewerke, sind jedoch in der Haustechnik besonders ausgeprägt.
Bei der Blindkostenjagd lassen wir uns gern von diesen Indizien leiten. Sie sagen uns, wo wir suchen müssen.
Letztendlich zeugen diese Indizien immer vom Versuch, Blindkosten zu verschleiern und Sie von teueren Lösungen zu überzeugen.
Ein Wort zur Wahrheit: Der immer laxere Umgang mit der Wahrheit bereitet den Blindkosten den Weg zu unserem Bankkonto.
[Bearbeiten] Indizien für das Vorhandensein von Blindkosten in Stichworten
Blindkosten verraten sich in Wort und Schrift. Wenn die nachfolgend aufgeführten Phänomene auffallend häufig auftreten, dann erwarten Sie mit großer Sicherheit Blindkosten.
Allgemeine Hinweise
- Blindkostenquellen sind immer die Planer.
- Bei Kostenschätzungen sind immer Blindkosten bis zu 30 % vorhanden. Verschleierung ist hier nicht notwendig. Ein Preis für eine komplexe Anlage ist so gut wie nicht prüfbar.
- Gleiches gilt für Pauschalpreise ohne detaillierte Zielvorgabe.
- Konstruktive Ausbildungen von Anlagen ohne Blindkosten werden hier nicht behandelt. Dies ist unser "Know How", das in jahrelanger Arbeit gewachsen ist.
Indizien aus dem Verhalten der Planer
- Wenn während der Planung keine Entscheidungs-Wünsche an Sie herangetragen werden, so können die Planer aus dem Vollen schöpfen. Blindkosten sind angesagt.
- Wenn Sie den Eindruck haben, die von Ihnen verlangten Einscheidungen unter Druck und unvollständig informiert fällen zu müssen, erwarten Sie Blindkosten.
- Bullshit-Wörter wie Controlling, Qualität, Layout, Kommunikation, Vertrauen und fast alle Anglizismen sind Begleiter von Blindkosten. Siehe hierzu auch die Praxis der Wahrheit
- Ebenso geht es mit Produktbegriffen wie Eltako, Vitocrossal, Kamax usw. Wer fragt, läuft Gefahr belächelt zu werden. Wer nicht fragt, muss die Blindkosten bezahlen.
- Nicht gängige Abkürzungen wie AKÜFI, EMS, RC20, WBK, BHKW usw. sowie Argumentblocker wie „Das kann ich nicht verantworten“ usw. sollten stets aufhorchen lassen.
- Dominantes Auftreten oder gar Strangulationsforderungen gegenüber abhängigen Firmen (oft beobachtet) sind immer starke Hinweise auf Blindkosten. (siehe auch nebenstehendes Goethe-Zitat)
- Zwingende Fabrikatsfestlegungen ohne Grund in Leistungsverzeichnissen ebenso.
- Produktbeschreibungen großer Länge mit Herstellertexten. Hier ist es nicht mehr notwendig, die Fabrikatswahl einzuschränken, weil sich eh keiner traut, ein anderes Fabrikat einzusetzen. (Leistungsverzeichnisse werden bis zu 5 cm dick). Da zur Kalkulation meist Projektkosten bei den Großhändlern angefragt werden, fallen Verteuerungen nicht mehr auf. Der Wettbewerb ist unterbrochen. (siehe auch nebenstehendes Beispiel für einen Leistungsverzeichnistext)
Ich hoffe, dass Ihre Alarmglocke „Vorsicht Blindkosten“ jetzt öfter schrillt.
--HJ 09:32, 5. Feb. 2009 (UTC)
