Parkinson-J

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Cyril Northcote Parkinson. Ein Vater der Blindkosten-Erkenntnis

Parkinsonsche Gesetze

C.N. Parkinson und die Blindkostenanalogie.

Mit seinem 1976 erschienen Bestseller Parkinsons Gesetz prangerte er die Beamtenvermehrung an. ... In den Jahren 1935 bis 1957 stieg die Mitarbeiterzahl im britischen Kolonialministerium auf mehr als das Sechsfache an, obwohl das Empire in dieser Zeit erheblich schrumpfte.

Hier die markantesten Gesetze im original übersetzten Wortlaut.

  1. Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
  2. Jeder Beamte oder Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen, nicht jedoch die Zahl seiner Rivalen zu vergrößern.
  3. Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit. Nach Parkinson beträgt die jährliche Zunahme des Personals ohne Rücksicht auf die Variationen der Arbeitsmenge zwischen 5,17 und 6,56 %. Die Zahlen bitte nicht so ganz ernst nehmen, obwohl sie den Trend treffen.
  4. Ausdehnung bedeutet Komplexität, und Komplexität Verfall.
  5. Entscheidungsgremien werden weniger effektiv, wenn sie mehr als fünf bis acht Mitglieder haben.
  6. In Entscheidungsgremien werden die Themen am ausführlichsten diskutiert, von denen die meisten Teilnehmer Ahnung haben – und nicht die Themen, die am wichtigsten sind.
Zeit ist Geld

Der Parkinson-Prozess zur Zeitvernichtung versteckt sich. Alle sind fleißig, die Blindkosten offenbaren sich erst hinter den Kulissen. Schon ab tausend Mitarbeiter - so Parkinson - kann sich eine Verwaltung selbst beschäftigen. Alle haben zu tun und die Anerkennung jedes Einzelnen steigt und steigt.

Geld flüchtet ebenso wie Zeit, vor allem dann, wenn andere dafür gerade stehen. So könnte das erste Gesetz auch lauten, "Geld wird solange ausgegeben bis es alle ist, ohne je zu reichen.". Genügend Beispiele in Politik, Unternehmertum und in der Privatsphäre künden davon. Was um alles in der Welt sollte Menschen davon abhalten, Geld genau so zu behandeln wie die Zeit?

Ohne Zweifel ist Parkinson ein Vater der Blindkosten-Erkenntnis. Seine Thesen lassen sich eins zu eins für die Entstehung der Blindkosten verwenden. Schade nur, dass die heute immer noch ausufernde Stellenvermehrung und die "selbstlose" Geldverschwendung in allen Institutionen ungebrochen schwelgt. Dies unterstreicht auch die kurzweilige Geschichte von Gerhard Pretting und das Interview mit Herrn Parkinson.


--HJ 15:54, 3. Mai 2010 (UTC)

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