Parkinsons Gesetze
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C.N. Parkinson beschrieb Blindkosten bereits im vorigen Jahrhundert.
Obwohl das britische Imperium in den Jahren 1935 bis 1957 erheblich schrumpfte stieg die Mitarbeiterzahl im britischen Kolonialministerium sechsfach an. Daraus entwickelte Parkinson in seinem 1976 erschienen Bestseller, Parkinsons Gesetz, eine allgemeine Erkenntnis: Beamte vermehren sich von selbst.
Die Vermehrungs-Systematik sieht etwa so aus: Vorgesetzte möchten die Zahl ihrer Untergebenen vermehren, um sich selbst besser zu stellen. Die helfen ihnen, indem sie ihre Arbeit scheinbar nicht schaffen und nach Unterstützung schreien. Mit der Salamitaktik entstehen schrittweise neue Stellen, die den Beamtenstab mehr und mehr aufblähen.
Der Vermehrungs-Antrieb ist nur allzu menschlich: Mehr Helfer oder Untergebene steigern das Ansehen und sind damit hoch willkommen.
Ab 1000 Mitarbeiter, so Parkinson, können sich Beamte auch vollständig gegenseitig beschäftigen. Dabei erscheinen alle fleißig und stapeln ihre unbearbeiteten Akten auf den Schreibtischen. Parkinson nannte sie: "Die Militaristen des Papierkrieges". Zeit flüchtet ebenso wie Geld, vor allem dann, wenn andere bezahlen.
Nach denselben Gesetzen entstehen Blindkosten in allen Leistungsverzeichnissen, tauchen dann in den Angeboten auf, mutieren zu Aufträgen und werden meist blind bezahlt.
Parkinson erkannte zweifelsfrei die blinde Verschwendung. Seine Thesen lassen sich eins zu eins für die Blindkosten-Entstehung verwenden. Schade nur, dass heute immer noch blauäugig Stellen vermehrt und scheinbar selbstlos Geld verschwendet wird. Dies unterstreicht auch die kurzweilige Geschichte von Gerhard Pretting und das Interview mit Herrn Parkinson.
--HJ 15:54, 3. Mai 2010 (UTC)
